Archiv für Mai 2010

Therapiehunde werden in den verschiedensten Bereichen zur Unterstützung des Therapeuten eingesetzt oder auch nur dazu, um Freude und Abwechslung in den Alltag zu bringen. Für die Therapiehundearbeit können nur sehr menschenbezogene Hunde eingesetzt werden, die eine hohe Toleranzschwelle gegenüber Stress oder Lärm aufweisen, sehr gutmütiges und ruhiges Wesen haben, eine geringe Aggressionsneigung aufweisen und über einen guten Grundgehorsam gegenüber dem Besitzer verfügen.

Ich glaube, dass viele Aussies gute Anlagen für die Ausbildung zum Therapiehund besitzen. Man kann jedoch auf gar keinen Fall von „speziell geeigneten Aussie-Linien für die Therapie“ sprechen. Ich bin der Meinung, dass man einen guten Therapiehund nicht „züchten“ kann, denn die ererbten Anlagen eines Hundes alleine sind hiefür zu wenig. Sozialisierung und Habituierung des Hundes und die vom Hund in seinem Leben gemachten positiven und auch negativen Erfahrungen machen einen großen Teil des Wesens des Hundes aus und sind daher sehr individuell zu sehen.

Allgemeine Infos zur Therapiehundearbeit findet Ihr auf Aussie-World.

Eine Mutation des MDR1-Gens verursacht eine Medikamentenunverträglichkeit bei verschiedenen Hunderassen, unter anderem auch beim Australian Shepherd. Schwere Vergiftungen können die Folge sein, die bis zum Tod des Hundes führen können.

Der Anteil der von der MDR1-Genmutation betroffenen Aussies und der Trägertiere ist verglichen mit anderen Hunderassen besorgniserregend hoch. Eine Studie des Veterinary Genetics Laboratory der Universität Californien im Rahmen des Canine Genetic Heritage Projects in den USA hat einen Anteil von 2 % homozygoten Aussies und 30 % Trägern der MDR1-Genmutation von insgesamt 179 untersuchten Aussies ergeben.

Die Frage stellt sich nun bei mir, ob dieser Zustand sich bei unserer Rasse erst in letzter Zeit entwickelt hat, also erst in den letzten Jahren mit zunehmender Popularität der Rasse zugenommen hat,  oder ob di e Aussies immer schon einen recht hohen Anteil von Trägern in ihren Reihen hatten. Dies ist wohl nicht mehr eindeutig zu beantworten, da der Gen-Test für das MDR-1-Gen eine recht junge Errungenschaft ist und die Aussies erst seit einigen Jahren untersucht werden können.

Allgemeine Informationen zur MDR1-Gen-Mutation findet Ihr auf Aussie-World.

Ich möchte mit diesem Blog ein ungeschöntes, realistisches Bild vom Australian Shepherd zu zeichnen, Entwicklungen innerhalb dieser Rasse aufzuzeigen und die rassetypischen Eigenschaften des Aussies reflektieren.

In diesem Zusammenhang möchte ich die Fragen behandeln: Wie gut entspricht diese historisch gewachsene Hütehunderasse mit ihren Eigenschaften als aktiver Arbeitshund den heutigen Anforderungen an einen aktiven Familien- und Sporthund?  Oder andersrum ausgedrückt: Wie glücklich kann der Arbeitshund Australian Shepherd mit seiner heutigen Lebenssituation ohne das Hüten von Schafen sein?

Weiters möchte ich die Vielseitigkeit des Aussies aufzeigen und die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten mit dem Aussie beschreiben.

Suchen
Kategorien
Archive

Sie sind momentan im Blogarchiv für Mai 2010 von Quo vadis, Aussie?.